Fahrschule Hausmannstätten

3. Lehrplan für die Fahr(schul)lehrerausbildung

Lehrplan für die Fahrschullehrerausbildung lt. Anlage 10 d zu § 64c KDV 1967

 

Gruppe B und Basis für alle anderen Gruppen:

 

Abschnitt

UE

Lehrinhalt

1

20

Einführungsphase, wie gesetzliche Grundlagen für den Straßenverkehr, Berufsbild, Organisation der Ausbildung, Wahrnehmungspsychologie, Lernpsychologie.

2

20

Verkehrsraum, wie StVO 1960 (Begriffe, Bodenmarkierungen, Verkehrsleiteinrichtungen.

3

30

Partnerkunde, wie Partner im Verkehr, Vertrauensgrundsatz, verkehrspsychologische Grundlagen.

4

30

Allgemeine Fahrordnung, wie StVO 1960 (§§ 7 bis 30)

5

35

Fahrzeugtechnik, wie Bereifung, Stoßdämpfer, Lenkung, Elektrik, Motor, Kühlung, Schmierung, Kraftübertragung, Antriebstechnik, Bremsen.

6

30

Fahrdynamische Grundlagen, wie Wahl der Fahrgeschwindigkeit, Einflüsse von Bauart, Witterung, Fahrbahnbeschaffenheit, Sekundenmethode, Blicktraining, Aufbau des praktischen Lehrplanes.

7

30

Praktische Ausbildung:

Vorbereitung, Vorschulung, Grundschulung, Hauptschulung, Perfektionsschulung.

8

25

Gefahrenlehre, wie Hintereinanderfahren, Überholen, Bergfahren, Tageskunde, Straßenkunde.

9

10

Pädagogik I:

Pädagogische Aufgaben der Fahrschule und des Lehrpersonals, Prinzipien der Erwachsenenbildung, Didaktik des Fahrschulunterrichtes.

10

30

Ausgewählte Kapitel aus StVO 1960 und KFG 1967:

Lenkberechtigung, Zulassung, Pflichten des Lenkers, Fahrbeeinträchtigung, Verhalten nach Verkehrsunfällen, Beleuchtung, Beladung, Ziehen von Anhängern.

11

15

Allgemeine Rechtskunde, wie Grundzüge des Verfassungsrechtes, Stufenbau der Rechtsordnung, Behördenorganisation.

12

10

Berufsrecht, wie Kollektivvertrag, Angestelltengesetz, Dienstnehmerschutz, Dienstnehmerhaftung.

13

15

Pädagogik II:

Unterrichtslehre, Methodische Grundsätze der Unterrichtsgestaltung, Medienkunde, Aufbau eines fahrtheoretischen Curriculums, Unterrichtsvorbereitung.

14

30

Unterrichtsübungen, wie Planung, Vorbereitung und Durchführung des Unterrichts an selbst gewählten Beispielen, Vorbereitung und Bewertung von Vorprüfungen.

 Gruppe B Praktische Ausbildung:

 

Abschnitt

UE

Lehrinhalt

 

60

Praktische Ausbildung

davon mind. 30 UE Mitfahren beim praktischen Fahrunterricht
und mind. 30 UE Erteilen von Fahrunterricht im Beisein eines Fahrlehrers.

2. Gruppe A (Zusätzlich zur theoretischen Ausbildung gem. Z 1):

 

Abschnitt

UE

Lehrinhalt

A1

22

Theoretische Ausbildung, wie Sonderbestimmungen der StVO 1960 und KFG 1967, Technik der Krafträder, Arten der Krafträder, Antriebssysteme, Personenbeförderung, Beladungsprobleme, Gefahrenlehre, Fahrtechnik, Sturzhelm, Schutzsysteme, insbesondere Schutzkleidung, Aufbau eines praktischen Lehrplanes gemäß Anlage 10 b.

A2

8

Fahrbedingungen des Zweiradfahrers, wie Einstellung, Chancen und Risiken des Zweiradfahrers, spezifisches Unfallrisiko, Bedeutung der Geschwindigkeit für den Zweiradfahrer, Konsequenzen der unterschiedlichen fahrphysikalischen Voraussetzungen (im Vergleich zum Kraftwagen) auf die Fahrweise.

A3

14

Praktische Ausbildung I:

davon 4 UE Grundfahrtechnik im verkehrsfreien Raum, 12-Stationen-Plan nach Anlage 10 b Kapitel I.
und 10 UE Fahren im Verkehr:
Spurgestaltung, Tempogestaltung, Hintereinanderfahren (2 UE),
Umkehren, Vorbeifahren, Überholen (2 UE),
Fahrstreifenwechsel, Einordnen, Einbiegen, Verhalten bei Kreuzungen (4 UE),
Freilandstraße, Autobahn, Befahren von Kurven, Befahren von Bergstraßen (2 UE)

A4

36

Praktische Ausbildung II:

davon 16 UE des 12-Stationen-Planes nach Anlage 10 b Kapitel I auf verkehrsfreien Flächen im Beisein eines ebenfalls unterrichtenden Fahrlehrers und
20 UE Erteilen von Fahrunterricht im Verkehr im Beisein eines ebenfalls unterrichtenden Fahrlehrers.

 3. Gruppe C (Zusätzlich zur theoretischen Ausbildung gem. Z 1):

 

Abschnitt

UE

Lehrinhalt

C1

55

Theoretische Ausbildung, wie Sonderbestimmungen der StVO 1960 und KFG 1967, Gefahrenlehre, Lastkraftwagentechnik, Ladetechnik.

C2

10

Fahrbedingungen des Lastkraftwagenfahrers, wie besondere Fahrbedingungen (Arbeitszeit, Gefahrengut, usw.) Einfluss von Gewöhnungsfaktoren und Routine.

C3

35

Praktische Ausbildung mit Schulfahrzeug der Gruppe C:
davon 15 UE Mitfahren beim praktischen Fahrunterricht,
15 UE Erteilen von Fahrunterricht im Beisein eines Fahrlehrers,
5 UE Wartungsarbeiten.

 4. Gruppe E (Zusätzlich zur theoretischen Ausbildung gem. Z 1 und 3):

 

Abschnitt

UE

Lehrinhalt

E1

10

Theoretische Ausbildung, wie Sonderbestimmungen der StVO 1960 und KFG 1967, Technik, Gefahrenlehre.

E2 8

Praktische Ausbildung mit Schulfahrzeug der Gruppe E:

Fahren im verbauten Gebiet mit enger Fahrbahn, Zurückschieben mit Anhänger, An- und Abkuppeln von Anhängern, Abstellen von Anhängern, Wartungsarbeiten am Anhänger.


5. Gruppe F (Zusätzlich zur theoretischen und praktischen Ausbildung gem. Z 1):

 

Abschnitt

UE

Lehrinhalt

F1

 

Theoretische Ausbildung, wie Sonderbestimmungen der StVO 1960 und KFG 1967, Schutzeinrichtungen gemäß § 19 b, Verhalten bei Unfällen im Hinblick auf die Schutzeinrichtungen gemäß § 19 b.

F2   Die praktische Ausbildung hat auf einer Zugmaschine mit einer Bauartgeschwindigkeit von mehr als 30 km/h zu erfolgen. Fahren im Gelände, Ladetechnik, Wartungsarbeiten.

6. Gruppe D (Zusätzlich zur theoretischen und praktischen Ausbildung gem. Z 1, 3):

 

Abschnitt

UE

Lehrinhalt

D1

12

Theoretische Ausbildung, wie Gefahrenlehre, Verhalten während der Fahrt mit einem besetzten Omnibus, Verhalten bei besonderen Vorkommnissen und Zwischenfällen, den Lenker betreffende Bestimmungen aus Gelegenheitsverkehrsgesetz, Betriebsordnung für den nicht linienmäßigen Personenverkehr (Einsatzzeiten, usw.), Kraftfahrliniengesetz und Durchführungsverordnung.

D2 14 Praktische Ausbildung davon 4 UE Fahrübungen, 5 UE Mitfahren beim praktischen Fahrunterricht, 5 UE Erteilen von Fahrunterricht im Beisein eines Fahrlehrers.